Thanks…

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Liebe Anwohner۞innen,                                                                                    o4.o4.2o15
Am Freitag, den 13.03. und am Samstag, den 28.03.2015 versammelten wir uns auf dem Spreewaldplatz zu einer musikalisch-politischen Protestaktion.
Wir haben zur Kenntnis genommen,
dass die Lautstärke der Veranstaltung einige von Euch gestört hat.
Dafür möchten wir uns entschuldigen.
Ursprünglich waren die Veranstaltungen für den Görlitzer Park angemeldet.
Von der Versammlungsbehörde wurden wir jedoch beide Male auf den Spreewaldplatz verwiesen.
Mit der Unterstellung wir seien eine „Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“, wurde ein drastisches Mittel genutzt, uns den Park zu verbieten. Mit der Begründung, wir würden am Amphitheater im Park die Grünflächen beschädigen, wurden wir direkt an die bewohnte Straße verlegt. Das Verwaltungsgericht bestätigte neulich die Rechtswidrigkeit des Verbotes. Abgesehen von Beschwerden über die Lautstärke, wurde vermehrt kritisiert, unsere Mittel des Widerstandes seien „vollkommen unangebracht“.

Wie oft waren Wir friedlich und mehr oder weniger ruhig auf der Straße gewesen?
Und was hat sich daraufhin verändert? Wir wollen nicht länger ignoriert werden! Durch das Mittel der Lautstärke in der Öffentlichkeit sind Wir unüberhörbar. Musik und Tanz verbinden seit jeher die Menschen. Doch auch dort haben sich Kapitalismus und Rassismus etabliert.
Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass bei Club-Partys die Hautfarbe ein Kriterium ist, ob die TürsteherInnen Dich reinlassen oder nicht, dass es kaum alternative Freiräume gibt, und die wenigen existierenden nach und nach gewaltsam zwangsgeräumt und durch Luxusbauten ersetzt werden. Diese Räume sind oder waren nicht nur Orte, wo wir uns frei entfalten können, sondern auch Lebens- und Wohnraum.

Wo sollen wir hin, wenn uns die letzten Freiräume genommen werden?
DASS MITLERWEILE TAUSENDE FAMIELIEN AUCH IM WINTER AUF DER STRASSE SCHLAFEN MÜSSEN, WIRD VON DER STADT GEZIELT KASCHIERT, UM DEN SCHÖNEN SCHEIN AUFRECHTZUERHALTEN.

Werden uns die Freiräume genommen, kann sich Perspektivlosigkeit in Wut und Gewalt wandeln.
In welchem Verhältnis aber steht sie gegenüber der Gewalt, die von Oben ausgeführt wird?
Diskriminierung ist Gewalt.
Repression ist Gewalt.
Eine Versammlung zu verbieten ist Gewalt.
Die Augen und Ohren zu verschließen ist Gewalt.
Die Lethargie der Masse ist Gewalt.
Darauf können wir nur mit gewaltigen Mitteln Antworten!

Berlin ist geprägt, bekannt und geliebt für seine Vielfalt an Kultur und Lebensentwürfen. Heutzutage geht der Trend rasend schnell in Richtung Monokultur und einem gutbürgerlichen, geordneten, weißen Stadtbild.
Wir sehen, dass die Medien uns gezielt dämonisieren und die Politik uns kriminalisiert und illegalisiert.

Wenn Geflüchtete bekämpft werden, anstatt der hier geschaffenen Flucht-Ursachen, wollen wir nicht durch die Blume reden sondern durch die Lautsprecher, damit es auch JEDE*R hört!
Doch zu viele Menschen sind immer noch ignorant und gleichgültig vor unserer aller Verantwortung.
Warum verkaufen Menschen Marihuana im Park?
Weil sie keine Arbeitserlaubnis und oft auch keine Aufenthaltserlaubnis haben. Wie sollen sie sonst sich und ihre Familien ernähren?
Sie werden in die Illegalität gezwungen und kriminalisiert.

Dass diese Menschen auf der Flucht sind, haben Wir mitzuverantworten!
Wir produzieren und liefern die Waffen, mit denen immer weiter Kulturen zerstört und Familien getötet werden.
Haben wir wirklich Bedarf an Rohstoffen, um welche Kriege geführt werden ?
Dürfen wir ausbeutende Betriebe unterstützen, die Umwelt zerstören,
Menschen aus ihrer Heimat verjagen ?
Wollen wir diejenigen sein, die diese Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen und die Mauer um Europa einfach stehen lassen?
Es ist ja wohl das Mindeste, wenn wir ihre Existenzen zerstört haben, diesen Menschen hier ein Leben zu ermöglichen und ihnen mit Schutz und Solidarität zur Seite zu stehen!
Wir wissen, dass wir die Verhältnisse nur zusammen ändern können.
Deshalb laden wir Euch ein, mit uns zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu finden!
________Wir Freuen uns über e Anregungen, Kritik, Bedürfnisse/Wünsche, besonders Beteiligung:

Terrarista_Tribe@safe-mail.net – www.TerraristaTribe.Blogsport.eu – www.Facebook.com/terraristatekktribe

maschieneriedesverderbensfinal

 

 

Dear local residents

On Friday, 13.03 and on Saturday, 28.03.2015 we assembled on the Spreewaldplatz for a musical-political protest campaign.
We have noted the fact that the volume of the event has disturbed some of You. We would like to apologize for this.

Originally the events were announced for the Görlitzer park.
We were sent away by the meeting authority, to Spreewaldplatz both times.
With the insinuation we are a “ danger for the public security and order „, a drastic mean was used to forbid us the park. With the reasoning, we would damage the green areas at the amphitheater in the park, we were moved directly to the inhabited street. The administrative court recently confirmed the illegality of the prohibition. Apart from complaints upon the volume, it was increasingly criticized , our means of the resistance is „completely inappropriate “ .

How many times have we been peaceful and had been more or less quietly on the street?
And what has changed thereupon? We do not want to be ignored any longer! By the means of the volume in the public we are distinct. Music and dance connected humans ever since

.But even here capitalism and racism has established itself.

We do not accept any longer that at club parties the skin color is a criterion whether the doorman lets you in or not, that there are hardly alternative free spaces and that the few existing ones are replaced by luxury buildings ans gradually violently evicted . These spaces are or were not only places where we can freely develop, but also living space and habitat. Where should we go if the last free spaces are taken from us?

THE FACT THAT ALREADY THOUSAND FAMILIES HAVE TO SLEEP IN THE STREETS IN WINTER, IS AIMED BY THE CITY TO BE HIDDEN TO MAINTAIN THE BEAUTIFUL LIGHT.

If the free spaces are taken from us, lack of perspectives can turn into rage and violence.But In which relation does this stand towards the force which is implemented from above?
Discrimination is violence.
Repression is violence.
To forbid gatherings is violence.
To shut eyes and ears is violence.
The lethargy of the masses is violence.
to that we can only respond with tremendous means!

Berlin is characterized, known and loved for its variety in culture and life drafts. Nowadays the trend goes terrifically quickly in direction of monoculture and a middle-class, ordered, white townscape.
We see that the media is aimed to demonize us and politics criminalize and illegalize us.
If refugees are fought, instead of the here created flight causes, we do not want to talk „through the flower“ but through loudspeakers, for EVERYONE to hear it!
If then children cannot sleep, we are seriously sorry.
But still too many people are ignorant and indifferent when faced with our collective responsibility.

Why do people sell marijuana in the park? Because they have no work permition and often also no residence permition. How should they and their families live otherwise? They are forced into illegality and are criminalized.
The fact that these people are on the run is because we are also respnosible for that!

We produce and supply the weapons with which further cultures are destroyed and families are killed.
Do we, really, have the need of raw materials for which wars are led?
Should we support exploiting enterprises which destroy environment and chase People out of their country?
Do we want to be those which allow that people drown in the mediterranian sea and simply leave that wall around Europe standing?
It is probably the fewest we can do, to make a live possible to these people here after we destroyed their existances and to stand by by their side with protection and solidarity!

We know that we can only change these circumstances together!

Therefore, we invite You to discuss with us and to find common solutions! We Are glad about e suggestions, criticism, needs / wishes, particularly participation:

3 Gedanken zu „Thanks…“

  1. Hi Freaks
    Wenn ihr sagt: ‚Gröli für alle‘, meint ihr ja eigentlich ‚Gröli für uns‘, sonst würdet ihr uns nicht mit Musik ärgern, die 98% als extrem nervig empfinden. Hier kann man auch mal über den Tellerrand hinaus schauen. 90 % von uns finden ja auch, das Kapitalismus eine dufte Sache ist. Klar, denen würdet ihr gerne den Zugang zum Gröli verweigern, aber so geht das halt nicht in einer Demokratie.
    Get real! Capitalism rocks!

    1. Hallo Du,

      Wenn wir sagen Görli für alle, dann ist da von uns aus auch ein bisschen Platz für verwirrte Kapitalismusanhänger*innen. Das mit deinen % angaben ist etwas weit her geholt aber egal…
      Die einzigen, die den Park wem verweigern, sind Bullen und Behörden, die mit ihren Gefahrengebieten, rassistischen Kontrollen und Repression Menschen davon abhalten, den Park zu betreten.

      Freie Meinungsäußerung ist ne coole Sache und wir können auch gerne inhaltlich über Vorzüge und Nachteile von Kapital Akkumulation und so reden.
      Mit Demokratie hat der ganze Scheiß hier auch nixxx zu tun. Wann sind wir denn mal gefragt? Außer alle 4 jahre mal im Scheißhaus deines Wahkreises und an der Kasse.
      Realise & smash this system!

  2. Subject: Zettel im briefkasten

    Date: Tuesday, 7 Apr 2015 15:10
    From: Axxxxxx Wxxxxx
    To: terrarista_tribe@safe-mail.net

    Hey,

    Danke fuer den Zettel.

    Wollte nur gesagt haben: es gibt auch Anwohner die sich ueber euren Protest gefreut haben. Zumindest wenn ihr das nette hardtek-zeug-grueppchen da unten ward. Wir sind spontan vorbeigekommen 😉 allerdings wars schwer rauszufinden um was es eigentlich geht.

    Ich denk aber die meisten passantem dachtet ihr seid da einfach nur zum spass..

    Lg

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